Experten-Vortrag im Klassenzimmer: Thema Gentherapie aus erster Hand

Toni Cathomen, PhD Director Institute for Transfusion Medicine and Gene Therapy / Copyright: Uniklinik Freiburg /Britt Schilling

Diese Biostunde wird wohl niemand aus der WGJ14 so schnell vergessen: Der renommierte Professor Toni Cathomen brachte die Schülerinnen und Schüler und Lehrer Mike Jerg auf den neuesten Stand in Sachen Gentherapie.


Und das ist der Hintergrund: Im Biologieunterricht wurde zum Thema Gentechnologie über ein neues Verfahren der Genmanipulation, die molekulare Genschere CRISPR-Cas9, gesprochen. Als ein Schüler der Klasse WG J14 berichtete, dass seine Mutter mit diesem System arbeitet, kam die Frage auf, ob man dazu nicht mehr erfahren könne.
Der Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie Professor Toni Cathomen erklärte sich sofort bereit, die Schüler auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen.
Die Forschungsabteilung Gentherapie der Uniklinik Freiburg liegt nur 500 Meter von der Max-Weber-Schule entfernt. Leider sind in Pandemiezeiten Exkursionen nicht möglich, deshalb schlug Herr Cathomen vor, eine Videokonferenz zu machen.
Corona-gerecht war die Hälfte der Klasse anwesend und verfolgte die Präsentation im Bioraum über den Beamer. Die andere Hälfte war über Zoom zu geschaltet.
30 Minuten berichtete der international renommierte Wissenschaftler über praktische Beispiele der Gentherapie und die spannenden Ansätze, die sich durch das CRISPR-System ergeben.
In Freiburg arbeitet die Gruppe um Professor Cathomen daran, HIV Patienten, die gleichzeitig an Krebs erkrankt sind, durch Gentherapie zu behandeln. Ziel ist es, die HIV-Infektion vollständig zu heilen. Eine vorsichtige Prognose geht davon aus, dass in 2 Jahren die ersten klinischen Studien in Freiburg beginnen könnten. Voraussetzung dafür ist, dass die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden
Nach dem Vortrag hatten die Schüler noch etliche Fragen, die der Forscher geduldig und verständlich beantwortete. Die Schüler waren von den spannenden Möglichkeiten der Gentechnik fasziniert, aber nach 60 Minuten musste Professor Cathomen zum nächsten Termin.
Danke, lieber Herr Prof. Cathomen, dass Sie sich die Zeit für uns genommen und uns Einblicke in Ihre Arbeit gewährt haben.